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1858 wurde sie gebaut und durchlebte eine wechselvolle Geschichte mit Anbauten, Verkehrszunahme und zuletzt einem schweren Hochwasser. Dabei wurde das Bauwerk stark beschädigt. Nun erhält die Brücke Poststraße endlich eine grundlegende Sanierung. Um genau zu sein handelt es sich um einen Ersatzneubau des Brückenüberbaus bei Erhalt des historischen Bogens. Er besteht aus Granitquadern mit aufgesetzten Stirnwänden aus Bruchsteinmauerwerk.

bruecke poststrasse

Die Natursteinbögen bleiben erhalten und werden saniert. Auf die Bögen wird eine lastverteilende Stahlbetonfahrbahnplatte neu aufgebaut. Die neue Fahrbahn wird auf der Brücke in einer Breite von 6,50 m hergestellt. Diese beinhaltet zwei Fahrstreifen und auf beiden Seiten Gehwege. Nach Fertigstellung wird die Brücke wieder uneingeschränkt befahrbar sein. Für die Ufersicherung unterhalb des angrenzenden Parkplatzes wird eine Naturstein-Blockschichtung mit Neigung von 1:1 analog dem Bereich an der Plauenschen Straße – oberhalb Brücke Richardstraße hergestellt. Die dauerhafte Beseitigung der als Stützwand dienenden ehemaligen Haussockelmauer führt zu einer geringen Reduzierung der Stellplätze entlang der Pleiße. Das dürfte jedoch kaum ins Gewicht fallen, da die Flächen aufgrund der baufälligen Mauer ohnehin nicht mehr nutzbar waren.Baubeginn für das Projekt war am 15. Februar. Seither laufen unter anderem Baumfäll- und Medienumverlegungsarbeiten. Auch eine temporäre Fußgängerbrücke und eine Zufahrt zur Pleiße werden angelegt. Die Herstellung und Bauzeit wird wesentlich durch die Umverlegung und Neuverlegung der Medien Gas, Elektrokabel/Straßenbeleuchtung, Telekom und Ost Tel Com GmbH Werdau sowie Trinkwasser bestimmt. Weiterhin verläuft in diesem Bereich die unterirdische Hauptkanalisation, so dass dort nur eingeschränkt gearbeitet werden kann. Die Fertigstellung der Brücke ist auf den 16.12.2016 terminiert, Bauende für die Ufersicherung des Parkplatz soll Ende März 2017 sein.

„Voraussetzung für den Bau ist natürlich eine weiter gute Erreichbarkeit der Innenstadt. Genau hier haben wir nun eine große Herausforderung“, erklärt Karsten Piehler, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung / Bau der Stadt Werdau. Denn nur einen Steinwurf entfernt musste die August-Bebel-Straße wegen der Notsicherung eines Gebäudes voll gesperrt werden. „Wir haben den Druck auf die Eigentümerin nochmal massiv erhöht, die prekäre Situation muss schnellstens beseitig werden“, erklärt Werdaus Oberbürgermeister Stefan Czarnecki, der sich der großen Bedeutung der betroffenen Straße wohl bewusst ist.Die Gesamtkosten der Maßnahme werden voraussichtlich bei ca. 975.000 Euro für die Stadt Werdau als Baulastträger liegen. Die Maßnahme wird aus dem Förderprogramm „Richtlinie Hochwasserschäden 2013 vom 03. September 2013“ finanziert werden.

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