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Die erste urkundliche Erwähnung

Werdau (damals Werde genannt) entstand am Ende des 12. Jahrhunderts als Waldhufendorf an der Pleißenfurt im Zuge der ostdeutschen Kolonisation. Das Dorfzentrum befand sich zwischen der heutigen Ziegel- und Pestalozzistraße. Am Ende des 13. Jahrhunderts entstand im Pleißenbogen am Nordende des Dorfes die Stadt Werdau. Die erste urkundliche Erwähnung erfuhr die Stadt Werdau im Jahre 1304.

Hussiteneinfall und schwere Brände

Die folgenden Jahrhunderte sind geprägt durch eine äußerst wechselvolle Geschichte von Blüte und Zerstörung. Doch selbst der Einfall der Hussiten und schwere Brände in den Jahren 1430, 1504, 1634, 1670 und 1756 konnten dem Aufstieg und Wachstum der Stadt nichts anhaben. Der 30-jährige Krieg, der Siebenjährige Krieg und die Napoleonkriege schwächten die Stadt bis zum Beginn der Industrialisierung.

155 Jahre Flößerei im Werdauer Wald

Der Werdauer Wald wurde für die Pecherei, Äscherei und Köhlerei nutzbar gemacht. Heute ist es nur noch schwer vorstellbar, dass die Pleiße mit ihren Nebenbächen 155 Jahre lang (1581 bis 1733) zur Flößerei genutzt wurde.

Die Entwicklung der Zünfte und Handwerke

Werdau mit seinen Stadtteilen wurde anfangs ganz von der Landwirtschaft dominiert. Als notwendigen Zuverdienst betrieb man die Handweberei. Später entstanden die Handwerke der Tuch- und Zeugmacherei, Böttcher, Schmiede, Töpfer, Gerber und Sattler. Auch die Bierbrauer haben in dieser Zeit ihren Ursprung. Im 19. Jahrhundert brachte die Industriealisierung und die Einführung der Dampfmaschine den Beginn der Textil- und Metallindustrie.

Die Weltkriege

Die beiden Weltkriege gingen an Werdau nicht spurlos vorüber, wenngleich größere Zerstörungen ausblieben. Die Krise nach dem ersten Weltkrieg, die Inflation und der Einmarsch der Reichswehr hinterließen in Werdau Spuren. Im zweiten Weltkrieg wurden Teile der Betriebe auf Kriegsproduktion umgestellt und brachten Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene in die Stadt.

Volkseigene Betriebe in der DDR

Seit dem 19. Jahrhundert waren Textilindustrie, die Metallverarbeitung und der Fahrzeugbau in Werdau vorherrschend. In den Betrieben, die seit den 70 er Jahren überwiegend Bestandteil von großen Kombinaten waren, wurde mit veralteter Technik und in oft maroden Gebäuden ein Maximum an Produktion realisiert. Man hinkte aber dem technologischen Fortschritt hinterher. Dies war mitverantwortlich für die politische Entwicklung, die schließlich die Wende herbeiführte.

Seit der Wiedervereinigung

Ein reges Baugeschehen prägt die Jahre seit 1989. Der Abriss von Industriebrachen schafft zunehmend Licht und Raum. Umfangreiche Sanierungsarbeiten und Neubauten verbinden auf eindrucksvolle Weise Tradition und Gegenwart. Das Stadtbild wird attraktiver durch neue Formen und Farben. Viel Kraft und Ausdauer werden investiert in den Aufbau einer klugen Verkehrsinfrastruktur, in ein zukunftsorientiertes Schulkonzept und in den Ausbau der Sozialkompetenzen.

Ausblick…

Unsere Heimatstadt Werdau entwickelt sich mit der Fertigstellung des Ganztagsschulzentrums Leubnitz und der Anbindung an die Bundesautobahnen A4 und A72 über die Westtrasse zu einer attraktiven Wohnstadt. Kurze Wege zu den Wirtschaftszentren der Region, ein breit gefächertes Bildungsangebot, reges Vereinsleben, der liebenswert gestaltete Stadtkern und viel Grün bilden das ideale und sichere Umfeld für Ihre Familie. Werdau – eine Stadt zum Wohlfühlen.

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